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LES BRISES D’ORIENT · BREEZES FROM THE ORIENT

LOUIS ETIENNE ERNEST REYER (1823 – 1909)
Le Sélam Symphonie orientale en cinq tableaux
KAROL SZYMANOWSKY (1882 – 1937)
Songs of the lovesick muezzin op.42
PETER CORNELIUS (1824 – 1874)
Der Barbier von Bagdad · The Barber Of Bagdad
NICOLAI RIMSKY-KORSAKOFF (1844 – 1908)
Scheherazade op.35

3CD-Set · PC: 02 · PE420
81169101420 3
Special Price


„Im Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten war man Hellenist, jetzt ist man Orientalist“, schrieb Victor Hugo im Vorwort seiner 1829 erschienenen Gedichtsammlung „Les Orientales“. Er charakterisierte damit treffend eine Grundstimmung, die für Teile der französischen Intelligenz im 19. Jahrhundert galt. Der Orient war „en vouge“. Schriftsteller wie Gérard de Nerval, Théophile Gautier und Gustav Flaubert huldigten ihm ebenso wie die Maler Eugène Delacroix, Ingres oder Regnault. Napoleons gescheiterter Ägypten-Feldzug einerseits und die erfolgreiche Eroberung Algeriens 1830 andererseits markieren die realpolitischen Aspekte dieses gesteigerten Orient-Interesses. Gleichzeitig blieb der Orient aber auch ein Ort des Geheimnisvollen, des Märchenhaften, des Verbotenen, des Erotisch-Sinnlichen. Er diente als Projektionsfläche für all das, was die europäische Fantasie bewegte, die enge Moral aber untersagte.
Die Musik stand hinter dieser allgemeinen Bewegung nicht zurück.
LOUIS ETIENNE ERNEST REYER wurde ins ferne Constantine geschickt um auf Vermittlung seines Onkels in der Finanzverwaltung der jungen französischen Kolonie zu arbeiten.
Es ist jene Zeit, in der er aus erster Hand zahlreiche Eindrücke vom orientalischen Leben gewinnen konnte. Zurück in Frankreich widmete er sich gänzlich der Komposition und kommt in engen Kontakt zu Gustave Flaubert und Théophile Gautier. Gautier war es auch, der dem Komponisten die Dichtung zu der „Orientalischen Symphonie in fünf Bildern ‚Le Selam’“ lieferte. Ein Werk welches unterschiedliche orientalische Szenerien wiedergibt. Dem polnischen Komponisten KAROL SZYMANOWSKY ging es nicht um eine musikalische Imitation des Orients, sondern seine „Lieder des verliebten Muezzin“ betrachten den Mann mit seinem gottesfürchtigem Beruf von der rein menschlichen Seite. Sie zeigen ihn in der Rolle des schwärmerischen Liebhabers, dessen Gebetsrufe ständig zu seiner Geliebten, zu ihrer Schönheit und Zärtlichkeit abschweifen. Die Märchensammlung aus Tausendundeiner Nacht ist wohl bis heute das populärste literarische Zeugnis des Orients. SCHEHERAZADE, die listenreiche und schöne Geschichtenerzählerin, bewahrt ihren Kopf vor dem Beil des Henkers nur dadurch, indem sie eine Erzählung aus der anderen entwickelt und somit lange vor unserer Zeit eine „Unendliche Geschichte“ schuf. Zu zahlreichen Nachdichtungen, Bildern, Theaterstücken und Kompositionen hat sie den Stoff geliefert. Unter der bunten Oberfläche der Abenteuer und zauberhaften Geheimnisse schwingt dabei stets etwas von der geheimnisvollen Faszination mit, die der Orient seit je auf Europa ausgeübt hat.
“In the age of Louis XIV one was a Hellenist, nowadays one has to be an orientalist“, Victor Hugo wrote in the preface of his poems collection “Les Orientales” of 1829, characterizing a general tendency of the French intelligence in 19th century. The orient was “en vogue”. Authors like Gérard de Nerval, Théophile Gautier and Gustav Flaubert rendered hommage to this fashion, as well as painters Eugène Delacroix, Ingres or Regnault. Napoleon, with his failed campaign in Egypt, and the successful conquest of Algeria in 1830, were the leading factors for the interest in everything that came from the Orient. Nevertheless, the Orient still represented the mysterious, marvellous, and forbidden, of the sensual and the erotic. It was the projection surface for European fantasies which a strict morality forbade. Obviously, also music was part of this movement. By intervention of his uncle, LOUIS ETIENNE ERNEST REYER was sent to Constantine to work in the financial administration of this young French colony.

During this period, he was able to collect many impressions about oriental way of life. After his return to France, he dedicated himself to composing, and came in touch with Gustave Flaubert and Théophile Gautier. Gautier delivered the poem for Reyer’s “Oriental Symphony in five Figures ‘Le Selam’”. Unlike Reyer, Polish composer KAROL SZYMANOWSKY was no imitator of the Orient. His songs of “The muezzin in love” depict a godly man seen from his ‘earthly’ side. The songs characterize him as the fervent lover, whose calls for prayer drift away, praising his beloved beauty and tenderness. The collection of fairy-tales from Thousand-and-one Nights is today the most popular evidence in literature coming from the Orient. SHEHERAZADE, the beautiful and marvellously skilled narrator, is spared from decapitation because she is able to connect one story with another, thus creating a neverending story. The tale was source for many poems, figures, plays and compositions. Beyond the surface of colourful adventures and mystic secrets always is hidden Europe’s fascination for the Orient.

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